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Drucklager 1

Oberlager für einen Bogenbohrer

Für einen Bohrer, der mittels Bogenschnur angetrieben wird, ist ein Oberlager wichtig.Holz und Horn eignen sich sehr schlecht, da diese Materialien viel Reibung erzeugen.Beim Bohren soll ja ein gewisser Druck von oben auf das Werkstück einwirken, um denBohrer in das Werkstück hinein zu Arbeiten.Ein steinernes Lager mit eingepickter Mulde ist dazu sehr gut geeignet, da kaum ein Reibungswiederstand die Arbeit erschwert.Bei Versuchen habe ich nur positive Erfahrungen mit den steinernen Lagern gemacht.1. Die Reibung ist so gering, dass keine Wärme entsteht und der hölzerne Bohrstab an der Auflagefläche keine verfärbungen durch Hitzeeinwirkung zeigt. (Nr.1)2. Die geringe Reibung verformt den Bohrstab an der Auflagestelle kaum, nur eine dunklere verfärbung in der Steinmulde und ein leichter Glanz ist erkennbar. (Nr.2)3. Ein hölzernes Lager wird sehr heiss und verfärbt daher die Auflagefläche des Bohrstabes schwarz und die Form des Stabes am Druckpunkt verändert sich sehr schnell.

Text & Foto M.Pfeifer

Nr.1

Nr.2

Oberlager für Bogenbohrer mitverschiedenen Merkmalen

Die abgebildeten Steine mit den eingepickten Mulden haben zwischenzeitlich etliche Stunden als Drucklager beim Bogenbohren hinter sich. Der li. und mittige Stein wurde mit den verschiedensten Bohrstäben bearbeitet. Die Durchmesser der Stäbe waren unterschiedlich, es ist in den Mulden zu erkennen. Der re. Stein dagegen wurde nur mit einem Bohrstab benutzt, der genau vom Durch=messer her in die Pickmulde passte. Der Stab lag voll in der Mulde und nutzte diese gleichmäßig ab.Die beiden anderen Steine weisen dagegen Unregelmässigkeiten in der Mulde auf. Kein Glanz undstufenförmige Absätze sind die Folge.Ein genau angepasster Durchmesser lässt das Bohrholz fast reibungslos in der Mulde laufen.

Bei einem Test kam folgendes herraus:In einem auf dem Boden liegenden Drucklager stellte ich ein Bohrholz, dass genau in die Mulde passte. Nun brachte ich den Stab zum Drehen (wie ein Kreisel), der Stab drehte sich geräuschlos,fast ohne Reibung, wie in einem Kugellager. Etwa fünf Umdrehungen schaffte er.Das Ganze wiederholte ich mit Bohrstäben, die nicht genau der Mulde angepasst waren. Sie knirschten, quitschten und wurden ausgebremst.Mit einem angepassten Bohrholz wird schneller und materialsparend gearbeitet.Sind deswegen evtl. auch zwei Mulden in einigen Steinen ?Diese Beschriebenen Merkmale sind auch an einigen neolithischen Funden zu erkennen. Die vielenTaschen-Altäre oder Handschalensteine in den Sammlungen sollten daher mal näher beäugt werden.