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Kugelkeule

Kugelkeule

Die sanduhrförmigen Durchlochungen vieler Geröllkeulen sind sicher bekannt. Die Löcher können mit einer Vollbohrung von beiden Seiten oder mit der Picktechnik geschaffen werden.Beide Macharten habe ich mehrfach ausgeführt und dabei festgestellt, dass die gepickte Variante nach dem Aufschleifen (Drehen) die gleichen Spuren wie ein gebohrtes Loch zeigen. Das Loch wurde beidseitig durchpickt. ( 9 Std. )Wie kann ein sanduhrförmiges Loch nun fest und ohne Bindung mit dem Holzschaft verbunden werden?Das Loch hat oben einen Durchmesser von 16 mm, mittig 14 mm und unten 16 mm.Als Schäftung habe ich einen abgelagerten zweijährigen Haselspross von 500 mm Länge genommen.Am dickeren Ende ist der Dm. 18 mm, am dünnen Ende 14 mm.Den Stein habe ich am dünnen Ende aufgesteckt ohne die ausgetrocknete Rinde zu entfernen. (die Rinde dient als Puffer)Die restliche Rinde vom Stab habe ich entfernt.In dem mittigen Markkanal von dem Haselstab habe ich einen kleinen 25 mm langen Eschenkeil eingeschlagen.Dieser Keil drückt das Haselholz in dem sanduhrförmigen Loch dermaßen auseinander, so das der Durchmesser von dem Stab von ursprünglich 14 mm auf 16 mm vergrößert wird.Die Fixierung ist gelungen und sitzt fest und stramm, da wackelt nichts.Diese geschäftete Geröllkeule mit einer Stablänge von 50 cm könnte ich mir sehr gut als todbringende Nahkampfwaffe vorstellen.

Text & Foto M.Pfeifer

Neolithische Kugelkeule aus SH

Diese Kugelkeule wurde 2011 im Okt. bei einer Grabung in Schleswig Holstein entdeckt, es liegen mir leider nur diese Handy Fotos vor. Einmalig dürfte die Schäftung sein, die leider von der Baggerschaufel erfasst wurde.Zu gern hätte ich in die Bohrung geschaut um näheres zu sehen, nun muß ich die weiteren Untersuchungen abwarten. Das wird ein spannendes Warten werden und ich bin sehr gespannt ob es eine Sanduhrbohrung war. Die Länge der Schäftung ist etwa 55 cm lang, der Dm. beträgt etwa 18-22 mm. Ich vermute Haselholz bei der Schäftung.Die Gesteinskugel weist einen Dm. von ca. 7 cm auf.

Die Kugelkeule mit den hölzernen Fragmenten der Schäftung in Fundlage nach dem Freilegen mit der Baggerschaufel.

Hier das verdickte und verzierte Griffstück der Schäftung, die eingearbeiteten Rillen umlaufen den Schaft. Der kleine Finger der Haltehand verdeutlicht den geringen Durchmesser der Schäftung.

Text und Foto: Manfred Pfeifer Nov. 2011

Neolithische Flintkugelkeule aus SH

Ein sicher sehr seltenes Fundstück ist diese Flintkugelkeule mit einem hölzernenSchäftungsbruchstück in dem Loch. Ob dieses Loch von Menschenhand eingearbeitet wurde bezweifel ich sehr stark. Vermutlich ist es ein natürlich entstandenes Loch welches dann weiter ausgearbeitet wurde. Eine Meisterleistung wie der damalige neolithische Handwerker es bewerkstelligt hat.Die Kugel hat einen Durchmesser von 68 mm, der Schaftrest ist 17 mm dick.

Text und Foto: Manfred Pfeifer Nov. 2011