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Lochherstellung in Felsgestein

Die Anfänge der Loch und Mulden Herstellung in Felsgestein erkenne ich im Jungpaläolithikum bei den Lampen aus Geröll und Felsgestein.Die vielen Funde von Lampen in den Höhlen mit Wandmalereien sind nicht verwunderlich, denn es wurde Licht zum Malen der frühenKunstwerke gebraucht. Steine mit natürlichen Mulden und Vertiefungen für die Aufnahme von Fett sind sicher die ältesten Modelle.Der nächste Schritt war die Lampe aus Felsgestein mit eingearbeiteter Mulde, die in der Pick-Technik hergestellt wurde.Beschreibung der Pick-Technik:Mit einem länglichen ovalen Geröll oder zugeschlagenen Flintstein wird auf einen anderen Stein fortwährend geklopft, dabei wird an den Aufschlagflächen das Gestein pulverisiert. Auf diese Weise kann eine flächenhafte Bearbeitung erfolgen und aus dem Naturstein selbstein recht komplizierter Gebrauchsgegenstand geschaffen werden. Durch lineares Arbeiten erhält man z.B. eine Schäftungsrille.Werden die Schläge konzentriert auf eine rundliche Fläche ausgeführt, kann ein durchgehendes Loch geschaffen werden. Obsidian, Flint und spröde Miniralien eignen sich nicht für die Pick-Technik.Diese Art der Steinbearbeitung wird im wesentlichen bereits im Mesolithikum üblich gewesen sein.Die Mesolithiker fertigten auf diese Weise Lampen, Walzenbeile, Keulenköpfe und Grabstocksteine.

Lochherstellung in Felsgestein

Bei meinen Versuchen mit der Pick-Technik die Mulden in das Gestein einzuarbeiten kam erstaunliches herraus:Da es eine sehr staubige Angelegenheit ist wenn ich auf den Stein mit meinem Pick-Werkzeug schlage, dachte ich mir eine Lösung aus. Die Lösung war Fett. (Schweineschmalz) Etwas Fett auf die Schlagstelle gerieben und der sehr feine Steinstaub wurde gebunden und verwirbelte nicht mehr. Der Stein, den ich zum Picken benutzte musste ich ab und zu von dem mit Steinstaub durchsetzten Fett reinigen und wischte ihn mit einem Stück Stoff ab. Nach mehrmaliger Wiederholung bemerkte ich, dass meine Finger und der Stofflappen die Farbe gewechselt hatten. Die schmierige Paste war zu einer fetthaltigen Malerfarbe geworden. Da sehr viele verschieden farbige Steine vorkommen, kann ich mit dem daraus gewonnenen Steinstaub auch verschiedene Farbenherstellen. --- ( einige der vielen Schälchensteine ? ) ---Der fettige Steinstaub kann auch als sehr feine Polierpaste genutzt werden.Ist die Epoche der geschliffenen Flint-Beile nicht auch die der Schalensteine??Diese zwei Nebenerzeugnisse habe ich nur geschaffen, weil ich eine kleine Mulde herstellen wollte, was kommt da bloß noch alles auf mich zu !!

Diese Felsgesteinlampe ist mit Schweinefett gefüllt und brennt mit zwei gedrehten Nesseldochten. Den Stein mit seiner ovalenForm habe ich auf einem Acker gefunden, die Mulde habe ich mit der Pickertechnik eingearbeitet. Die Brenndauer mit einer Fettfüllung beträgt etwa 9 Stunden mit den zwei Dochten.Durchschnittlich werden in einer Stunde etwa 6 g Fett verbrannt,es kommt auf die Dochtlänge an. Die Temperatur in der Flammmebeträgt etwa 600 Grad Celsius.

Das Wissen über die Pick-Technik

Noch heute werden bei einigen Naturvölkern die Steine mit der Pick-Technik bearbeitet,Keulenköpfe und Gefäße werden wie in der Ur Zeit gefertigt.In der Zeit der Wind und Wassermühlen wurden die Reibflächen der teilweise riesigenMahlsteine immer wieder mit der Pick-Technik aufgarbeitet. Die Mahlsteine haben Rillen,damit sie besser reiben, aber diese Rillen nutzen beim mahlen ab und müssen daher immer wieder nachgearbeitet werden. Natürlich wurde nicht mit einem Pick-Stein die Arbeit ausgeführt, sondern mit einem kurzstieligen Stahl oder Eisenhammer.Auch die Mahlsteine der Neolithiker wurden in der Pick-Technik hergestellt.Der Unterlieger sowie der Oberlieger wurde beim Reiben durch das ständige hin und hersehr schnell glattgeschliffen und hatte keinen "Griff " mehr. Durch das flächige Klopfenmit dem Pick-Stein wurden die Mahlflächen wieder aufgeraut. Ein wenig beachtetes Phänomen sind Mulden, die in Backsteinmauern gepick wurden. In einigen alten Gotteshäusern und kleinen Kapellen befinden sich in den Seiten der Eingänge etwa in Schulterhöhe kreisrunde kleine Mulden in den Mauersteinen. Die Mulden weisen alle Merkmale von der Pick-Technik auf. Sie haben einen Durchmesser von ca. 30 mm und sind ca.15 mm tief. Wozu sind diese Mulden geschaffen worden; was haben sie für einen Zweck?Wurde etwa der Backsteinstaub der von hohen Priestern geweihten Gemäuer heimlich von religiösen Personen entnommen, um in der Heimstadt das geweihte Backsteinpulveranbeten zu können, oder Krankheiten und Unheil abzuwehren?Sind hier Paralelen der Schälchensteine auf den Abdeckplatten der Großsteingräberzu vermuten?

Lochherstellung in Felsgestein mit der Pick-Technik

Mit einem zugearbeiteten und geschäfteten Flintschlage ich immer auf den gleichen Punkt desSteines der durchlocht werden soll.Durch ständiges Drehen des Werkstückes erhalte ich eine runde Mulde. Nr. 1Ist etwa die Hälfte des Steines mit der Mulde eingearbeitet, muß der Stein punktgenau auf der anderen Seite bearbeitet werden. Nr. 2Wenn sich die Mulden in der Mitte Treffen entstehtein winziges Löchlein, dass dann behutsam weiterunter ständiger Drehung größer gepickt wird. Nr. 3Da nun die typische Sanduhrform Nr. 4 im Inneren der Durchlochung entstanden ist und die Wandungnoch gewölbt keinen Halt für eine stabiele Schäftunggewährt, muß mittels Holzstab und Sand oder einem schlanken Flintkern das Loch aufgerieben werden, bis die Wölbung verschwunden ist und die Wandungdurchgehend gerade verläuft.Nun lässt sich der Schäftungsstiel einfach und sehr fest anbringen. Nr. 5Eine so entstandene Lochherstellung ist nun nicht mehr von einer Bohrung zu unterscheiden, denn die seitlichen Riefen im inneren der Lochwandung sehen denen der gebohrten sehr ähnlich.

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M. Pfeifer

Diese Sandsteinplatte wurde mit der Picktechnik bearbeitet. Die li. Mulde zeigt das schon beidseitig durchpickte kleine Loch.Das mittige Loch wurde mit einem kräftigen Flint aufgerieben.Das re. Loch wurde mit feinem Sand und einem Holzstab aufgerieben.

Hier zeige ich eine flächig eingepickte Mulde in einem Sandstein.Dieses Schälchen wird als Fettlampe genutzt, es können aber auch kleinere "Steintöpfe" oder "Steinschalen" auf dieser Weise geschaffen werden. Deutlich sind die Picknarben zu erkennen.

Hier sind meine ersten Pickwerkzeuge von vor fünf Jahren zu sehen.Die länglichen Flintknollen wurden für das Picken gebraucht, die bohrerähnlichen Flinte dienten zum Aufreiben von dem Loch.Selbst das Gesteinsmehl habe ich gesammelt um damit Farbe herzustellen.