Startseite Kontakt-Seite Gästebuch Lochherstellung in Felsgestein Wissen über Pick-Technik Pick-Technik Erste Erfahrungen beim Picken 1 Pick-Werkzeug Pick-Werkzeug 1 Pick Werkzeug 2 Ergebnisse beim Picken Drucklager 1 Drucklager 2 Text Hohlbohren 1 Text Hohlbohren 2 Text Hohlbohren 3 Text Hohlbohren 4 Hohl Bohren 1 Hohl Bohren 2 Hohl Bohren 3 Hohl Bohren 4 Hohl Bohren 5 Hohl Bohren 6 Hohl Bohren 7 Zusammenfassung 1 Zusammenfassung 2 Zusammenfassung 3 Zusammenfassung 4 Bohrkerne 1 Bohrkerne 2 Bohrkerne 3 Bohrkerne 4 Bohrkerne 5 Vergleiche Vollholz-Bohrung Mini-Bohrung 1 Mini-Bohrung 2 Mini-Bohrung 3 Schneiden 1 Schneiden 2 Flintschmirgel 1 Flintschmirgel 2 Keule Scheibenkeule Scheibenkeule 1 Kugelkeule Kugelkeulen 1 Flintkugelkeule Text Hohlbohren 2Da das Bohren in Holz, Geweih und Knochen schon in früheren Epochen bekannt war, wird wohl die neolithische Bohrmaschine mit durchlochten, gezapften und Holzdübeln versehenen Verbindungen hergestellt worden sein. Eine Hohlbohrung von 25 mm Durchmesser in das Gestein ist mit einem der viel gezeigten Astgabelgeräten unmöglich. Es kann kein geradwandiges, scharfkantiges Loch entstehen, da die gezeigten Modelle keinen festen Stand und keine Führung, kurz über dem zu durchlochenden Stein aufweisen. Es gibt Modelle, die zeigen zwei sitzende Personen vor einem Bohrgerät. Vgl. Abb.1 Die dabei eingesetzte Kraft der beiden Männer auf dem Fidelbogen, lassen das Gerät bei jedem Bogenzug, hin und her wackeln. Die Pfosten lösen sich im Erdreich (ich hatte sie 60 cm tief eingegraben), der Hohlbohrstab pendelt quer zu den Personen und findet keinen Halt auf dem Stein. Wie kann dabei ein sauber gebohrtes Loch entstehen ? Für Löcher unter 20mm Durchmesser brauche ich kein Bohrgestell, nur Wissen und Erfahrung. Da ich aber nicht über das Wissen verfügte und noch keine Erfahrungen beim Hohlbohren hatte, sammelte ich geeignete Steine, Röhrenknochen und Hölzer, wie in der Literatur beschrieben. Aus einem Haselzweig stellte ich mir einen 60cm langen Fiedelbogen her, er wurde mit einer Lederschnur (längs aufgeschnittener Hosengürtel) bespannt. Der Bohrer sollte aus einem Röhrenknochen eines Unterschenkels von einem Reh entstehen und muss frisch (roh, nicht von einem Braten) sein. In den von den Gelenkköpfen befreiten, nun holen Knochen steckte ich ein passenden geraden Haselstab. Für diesen zusammengefügten Bohrstab brauchte ich noch einen Hohlkörper, der als Lager am oberen Ende des Stabes den Bohrvorgang mit Druck vorantreiben sollte. Ein Hühnerei großer ovaler Stein wurde mit einer Mulde in der Picktechnik versehen. Die Mulde im Stein ist 6mm tief und hat einen Durchmesser von 25mm, so das das obere Teil des Haselstabes hineinpasste. Feinen Sand siebte ich durch um größere Steinchen auszusortieren, denn der wird als Schleifmittel gebraucht. Der Stein, der durchbohrt werden sollte, musste noch auf einer Arbeitsfläche fixiert werden, dieses habe ich mit in Bohrungen eingesteckten Holzkeilen bewirkt. Der nun fest in einer Baumstammscheibe eingeklemmte flache Stein lud mich förmlich ein endlich mit dem Bohrvorgang anzufangen. Schnell war die Lederschnur um den Bohrstab gewunden, Drucklager drauf und los. Schon beim aufsetzen des knöchernen Bohrers auf das Gestein wurde mir bewusst, der Bohrstab wird vom Stein abgleiten. Und er glitt ab, da musste noch eine Lösung her. Nach logischer Überlegung musste ein ähnliches Lager wie am oberen Bohrstab her. Ein flaches Holz mit einer dem Durchmesser vom Knochen entsprechenden Bohrung war schnell geschaffen und wurde fest mit Holzkeilen über den Fels fixiert. In diese Öffnung über den Stein schüttete ich etwas von dem feinen Sand und steckte den Leder umschlungenen Bohrstab hinein. Und los ging es, ein quietschendes Geräusch bekundete mir, das der knöcherne sandunterfüllte Knochenbohrer sich behände in die verwitterte äußere Steinschicht fraß. Nach einigen Bogenzügen mit leichtem Druck auf das Oberlager veränderten sich die grässlichen Bohrgeräusche und kündigten einen Sandwechsel an, da nun der blanke Knochen auf dem Stein rieb, verstummte das Quietschen und der Knochen nahm zusehends an Masse ab. Der vorher eingefüllte Sand war zu Staub zermahlen und verwirbelte durch die Drehungen des Bohrers in die Umgebung. Ich nutzte den Sandwechsel um meine sicher verständliche Neugier zu befriedigen und sah in die hölzerne Bohrung. Der mir vorher eckig in Erinnerung scheinende Rehknochen hatte sich kreisrund geschliffen und in den Fels eine 2mm tiefe Rille mit mittig entstehenden Bohrkernansatz geschaffen. Nach wiederholten Bohren und Sandwechsel bemerkte ich einen rasanten Verschleiß des Bohrknochens. Dieses hatte folgenden Grund: Der Bohrer hatte die leichter zu durchbohrende verwitterte Aussenschicht durchtrennt und stieß nun auf den festen Steinkern, der sehr schwer zu bearbeiten ist. Der Knochen nutzte sehr schnell ab und schaffte kein tieferes Loch in den Fels.Diese Vorgänge wiederholten sich auch bei später von mir durchgeführten Bohrungen mit anderen Steinen. Das Ergebnis zeigt, der knöcherne Bohrer eignet sich nicht um den Fels mit einer Hohlbohrung zu durchbohren. Jedoch kann die äußere, verwitterte Steinschicht im Sinne einer Vorarbeit geschaffen werden. Zum Dauerbohren in Fels eignet sich kein knöcherner Bohrkopf. Auch wenn es in der Fachliteratur behauptet oder vermutet wird.Um nun endlich einen steinernen Bohrkern herstellen zu können wiederholte ich alle oben beschriebenen Vorgänge, nur nutzte ich keinen Knochen sondern ein Holunderholz als Bohrer.In nur 8 Stunden schaffte ich es einen Stein von 28mm stärke mit einem Lochdurchmesser von 13,8mm zu durchbohren. Der Bohrkern von diesem Versuch siehe auf Abb. 4 wurde mit dem Holunderbohrstab Abb. 6 ausgebohrt.Es zeigten sich keine stärkeren Abnutzungen am Holunderholz nach dem Durchdringen der verwitterten Gesteinsschicht wie bei dem Knochen-Bohrer. Die Eigenschaften von dem Holunder sind mit dem vom tropischen Bambus gleichzustellen.Nach ausgiebiger Trocknung wird es sehr hart und elastisch. Es eignet sich daher vorzüglich, um mit feinem Schleifsand das Felsgestein mit einer Hohlbohrung zu versehen. Text- Hohlbohren 2 Text und Foto M.Pfeifer Um alle Inhalte sehen zu können, benötigen Sie den aktuellen Adobe Flash Player. |