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Vollholz-Bohrung

Vollholz-Bohrung

Im hiesigen Museum wollte ich meine ersten Vollholz-Bohrversuche starten, es waren drei Buben als Zuschauer dabei. Einer der Jungens hat schon aktiv einige Bohr-Aktionen mitgemacht. Die Vorbereitungen waren getätigt, alles lag auf dem Tisch. Der Stein (ein skandinavisches Geröll) hat eine Stärke von 25 mm und das Bohrholz einen Durchmesser von 21 mm und eine aufgezeichnete mm Linie, um damit den Holzabrieb feststellen zu können. Als oberes Bohrlager nutzte ich meinen sicher schon bekannten ovalen Stein. Ich erklärte den Anwesenden mein Vorhaben und begann dabei den auserwählten Stein mit einer Pickmulde zu versehen. Die Mulde soll das Abgleiten des hölzernen Bohrstabs verhindern, es ist eine zwingende Notwendigkeit um dem Bohrer genügend Halt zu gewähren, es dauerte 8 Minuten.Ich streute etwas Sand in die Mulde, legte die Lederschnur vom Bogen sorgsam um den Bohrstab und setzte zum Bohren an. Das Felsgestein habe ich auf schon erwähnter Weise mit Holzkeilen auf der Arbeitsfläche fixiert. Nach einigen Bogenzügen wurde der Sand gewechselt, da er zu Staub geworden, kein schmirgelndes Geräusch mehr erzeugte. Noch ging es recht zügig voran, denn die bei der Vorbereitung eingepickten Unebenheiten beschleunigten das Bohren. Nach 15 Minuten und 4 x Sandwechsel drängte die Neugier und somit wurde der Steinstaub entfernt um in die Öffnung Äugen zu können.Es war eine rundliche Eintiefung, die keine Pickmerkmale mehr aufwies, entstanden. Das Loch war mittig 4 mm tief, davon müssen aber die 2 mm Pickmulde abgezogen werden.Das Bohrholz war an der Auflagefläche rund und sehr glatt, ebenso wie das Bohrlöchlein.Nach dutzenden ich will auch mal, wurde die Reihenfolge und Zeit festgelegt, der erste Junge fing an. Sand drauf und los. Es quitschte und staubte bis die erste Welle von ich will auch mal ermüdete. Zwei Jungens mühten sich 20 Minuten lang mit einigen kurzen Unterbrechungen für den Sandwechsel. Das Ergebnis war 2 mm tiefer und die Stimmung war dahin. Es wurde eine Pause von mir verordnet, aber dass hatte Folgen. Ich begab mich ein Stockwerk tiefer um ein Telefonat zu erledigen. Mitten im Gespräch hörte ich im oberen Stockwerk die mir wohlbekannten Pick-Schläge. Das Gespräch wurde abgebrochen und ich eilte die Treppen hinauf. Der Bohr-erfahrene Junge hockte auf einem Stuhl und hämmerte auf den frisch angebohrten Stein, der auf seinem Oberschenkel lag. Mir blieb die Luft weg, aber ich schwieg. Diese Beobachtungsgabe und Merkfähigkeit des 11 jährigen Jungen war erstaunlich, er erinnerte sich an meine ihm vor einigen Wochen erklärten Pickarbeiten.Er meinte, dass Bohren mit dem Holz kann nur zügig geschehen, wenn zwischenzeitlich mit dem Pickstein die glatte Fläche im Bohrloch zertrümmert wird.Das frisch angepickte Loch wurde mit Sand gefüllt und der kecke Junge begann die weitere Bohrtätigkeit. Sein Eifer erlosch nach 20 Minuten, aber der Erfolg war super. Er hatte das Loch um weitere 4 mm vertieft.Die Jungens verabschiedeten sich und tollten dem Ausgang entgegen, ich packte alle Sachen weg und schrieb mir alle Daten auf.Nach 62 Min. war das Gestein 10 mm tief mit einer Mischung aus Picken und Bohren rundlich eingedellt. In der Mulde (Loch) ist die Wandung mit feinsten Rillen versehen, die gleichen Rillen entstehen beim Hohlbohren, sie sind dann aber gröber.

Text & Foto M.Pfeifer